Inhaltsverzeichnis
- Was einen guten Golfschwung wirklich ausmacht
- Die 4 Fundamentals (die sofort Wirkung zeigen)
- Golfschwung in Phasen: einfach erklärt
- Ballflug verstehen: Slice, Hook & Startlinie (Face-to-Path)
- Die 7 häufigsten Fehler im Golfschwung – plus schnelle Fixes
- Die besten Drills für Kontakt, Richtung & Tempo
- Videoanalyse: So filmst du deinen Golfschwung richtig
- 14-Tage Trainingsplan (20–30 Minuten pro Tag)
- FAQ
1) Was einen guten Golfschwung wirklich ausmacht
Ein guter Golfschwung ist nicht „schön“, sondern effizient. Er liefert dir:
- soliden Treffmoment (weniger fett/dünn)
- kontrollierte Startlinie (du weißt, wohin der Ball startet)
- vorhersehbare Kurve (Draw/Fade statt Zufall)
- gutes Tempo & Balance (du kannst dein Finish halten)
Wenn du nur eine Sache mitnimmst: Konstanz schlägt Perfektion.
2) Die 4 Fundamentals, die sofort helfen
Viele Golfer suchen Lösungen im Downswing – dabei liegt der Fehler oft im Fundament.
A) Griff (Grip): neutral & wiederholbar
Ein neutraler Griff macht Schlagflächenkontrolle viel leichter.
- Druck: fest genug, aber nicht „verkrampft“
- Hände: immer gleich positionieren
Quick-Check: Startet der Ball oft rechts und kurvt weiter rechts? → Schlagfläche häufig offen → Griff & Schlagflächengefühl prüfen.
B) Setup: athletisch, stabil, entspannte Arme
- Füße etwa schulterbreit
- leichter Hüftknick, Knie locker
- Arme hängen entspannt „unter“ den Schultern
C) Ausrichtung (Alignment): der unterschätzte Gamechanger
Viele „Schwungprobleme“ sind eigentlich Ausrichtungsprobleme. Wenn du jedes Mal anders zielst, baust du jedes Mal einen anderen Schwung.
D) Ballposition: simpel halten
Grobe Orientierung (Rechtshänder):
- Wedges eher mittig
- Eisen leicht links der Mitte
- Driver deutlich weiter links (bei Tee)
Wichtig: Ballposition funktioniert nur, wenn Setup & Ausrichtung stimmen.
3) Golfschwung in Phasen: einfach erklärt
Den Golfschwung kannst du als Kette verstehen:
Setup → Takeaway → Rückschwung → Übergang (Transition) → Abschwung → Treffmoment → Finish
- Takeaway: „ein Stück zusammen“
- Brust/Schultern und Arme starten gemeinsam. Vermeide das hektische „Hände wegziehen“.
- Rückschwung: Länge durch Rotation, nicht durch Ziehen
- Gute Länge entsteht primär durch Turn (Rotation), nicht durch „Arme hoch reißen“.
- Transition: hier entscheidet sich vieles
- Viele kommen „over the top“, weil sie oben sofort mit den Armen loswerfen. Besser: kurz stabilisieren, dann sauber einleiten.
- Abschwung: Sequenz statt Gewalt
- Ein guter Golfschwung fühlt sich oft weniger „hart“ an, weil die Reihenfolge passt: Unterkörper initiiert – Oberkörper folgt – Schläger kommt zuletzt.
- Treffmoment: ein Mini-Moment, der Vorbereitung braucht
- Der Treffmoment ist extrem kurz – deshalb gewinnt fast immer der, der Setup/Sequenz/Schlagfläche vorher richtig organisiert.
- Finish: dein Ehrlichkeits-Test
- Wenn du dein Finish nicht halten kannst, war irgendwo Kompensation drin (Tempo, Balance, Sequenz).
4) Ballflug verstehen: Slice, Hook & Startlinie (Face-to-Path)
Wenn du Ballflug logisch verstehst, trainierst du 10x effizienter.
- Schlagfläche beeinflusst stark, wohin der Ball startet.
- Schwungpfad vs. Schlagfläche bestimmt, wie der Ball kurvt (rechts/links).
Merksatz: Die Kurve hängt vor allem von der Beziehung „Schlagfläche zu Pfad“ ab.
Beispiele (Rechtshänder):
- Start links + Kurve rechts → oft over the top / Face relativ offen → klassischer Slice
- Start rechts + Kurve rechts → Face offen, Pfad eher neutral/links → Push/Slice
- Start rechts + Kurve links → Pfad deutlich rechts von der Schlagfläche → Push-Draw (kann gut sein!)
5) Die 7 häufigsten Fehler im Golfschwung – plus schnelle Fixes
1) Over the Top (Pull/Slice)
Symptom: Start links, Kurve rechts
Fix: Transition beruhigen, Step-Drill (siehe Drills)
2) Schlagfläche offen (Push/Slice)
Symptom: Start rechts, bleibt/kurvt rechts
Fix: Griff neutralisieren + Takeaway: Schlagfläche „mitnehmen“
3) Early Extension (Becken Richtung Ball)
Symptom: dünn/fett, Streuung, wenig Kompression
Fix: Chair-Drill (Po bleibt „hinten“)
4) Casting/Scooping (zu früh „werfen“)
Symptom: hoher Flug, wenig Länge, dünne Kontakte
Fix: Pump-Drill + Impact-Position üben
5) Sway (seitliches Wegkippen)
Symptom: Timing schwer, Kontakt instabil
Fix: Rotation um die Mitte, Druck in den Boden statt „rüberfallen“
6) Reverse Pivot (Gewicht falsch herum)
Symptom: schwache Treffer, dünn, Pulls
Fix: Setup + kontrollierter Druckwechsel
7) Tempo zu schnell
Symptom: alles fühlt sich chaotisch an
Fix: 3-Schwung-Routine: langsam → mittel → Spieltempo
6) Die besten Drills für einen besseren Golfschwung
Wichtig: Drills sind nur dann genial, wenn du ein Ziel pro Session hast.
Drill A: Alignment-Stick Routine (5 Minuten)
- Stick am Boden zur Ziellinie
- Füße/Hüfte/Schultern parallel
- 10 Bälle: nur Startlinie bewerten
Drill B: Step-Drill (Sequenz & Shift)
- Füße zusammen, ausholen
- beim Einleiten Schritt Richtung Ziel
- Hilft extrem bei Timing & Reihenfolge.
Drill C: Split-Hands (Schlagflächengefühl)
Hände am Griff auseinander, halbe Schwünge → du spürst Face-Kontrolle sofort.
Drill D: Pump-Drill (Kompression)
Oben kurz stoppen, 2–3x „pumpen“ Richtung Impact, dann schlagen.
Drill E: Chair-Drill (Early Extension)
Stuhl hinter dir: Po bleibt beim Abschwung „am Stuhl“.
7) Videoanalyse: So filmst du deinen Golfschwung richtig
Wenn du dich filmst, mach es standardisiert – sonst vergleichst du ständig andere Bedingungen.
Die zwei Perspektiven
- Face-On (frontal)
- Down-the-Line (von hinten entlang der Ziellinie)
Mini-Checkliste
- Kamera auf Handhöhe
- Stativ stabil
- ganzer Körper + Schläger im Bild
- immer gleiche Position/Abstände
Warum Video so stark ist: Du erkennst Muster, die du beim Schwingen nicht fühlen kannst.
8) Wie DeepSwing dich beim Golfschwung indirekt schneller macht (ohne Overload)
Die größte Bremse im Training ist selten „zu wenig Wille“ – sondern zu viele Tipps und keine Priorität.
DeepSwing hilft genau dabei: Du filmst deinen Golfschwung und bekommst klare Hinweise, welcher Punkt gerade am meisten bringt (z. B. Setup, Übergang, Schlagflächenkontrolle) – plus passende Übungsimpulse, damit du nicht planlos 20 Dinge gleichzeitig änderst.
Typische Vorteile im Alltag:
- schnelleres Feedback nach dem Schlag (statt Rätselraten)
- Fokus auf die größten Hebel, nicht auf Kleinigkeiten
- strukturierter Vergleich über Zeit (Fortschritt sichtbar machen)
(Eine App ersetzt keinen Pro – aber sie kann dir helfen, zwischen Lessons zielgerichtet zu trainieren und deine Videoanalyse zu systematisieren.)
9) 14-Tage Trainingsplan (20–30 Minuten pro Tag)
Ziel: Kontakt stabilisieren, Startlinie kontrollieren, Streuung reduzieren.
Tag 1–3: Setup + Ausrichtung
- 5 Min Alignment-Stick
- 20 Bälle: nur Startlinie tracken
Tag 4–6: Takeaway + Tempo
- 10 Min langsame Schwünge
- 10 Bälle im Spieltempo
Tag 7: Video-Tag
- je 5 Swings Face-On & Down-the-Line
- 2 Erkenntnisse notieren, 1 Fokus wählen
Tag 8–10: Transition + Sequenz
- Step-Drill
- 30–50% Schwünge, sauberer Kontakt
Tag 11–13: Impact & Kompression
- Pump-Drill
- Wedge/7-Iron: Qualität vor Distanz
Tag 14: Test
- 30 Bälle „Random Practice“ (Ziel wechseln)
- Startlinie + Kurve bewerten
FAQ zum Golfschwung
Was ist der wichtigste Tipp für einen besseren Golfschwung?
Ausrichtung + Setup. Das sind die Basics, die sofort Konstanz bringen.
Warum slice ich so häufig?
Meistens eine Kombination aus offener Schlagfläche und/oder over the top (Pfad zu links).
Wie oft sollte ich meinen Golfschwung trainieren?
Lieber 3x pro Woche 20–30 Minuten fokussiert als einmal 2 Stunden „irgendwas“.
Wie erkenne ich Fortschritt?
Wenn deine Startlinie stabiler wird und dein Finish in Balance ist, bist du auf Kurs.
Fazit
Ein besserer Golfschwung entsteht durch ein simples System:
Fundamentals stabilisieren → Ballflug verstehen → 1 Fokus pro Session → Drills messbar machen.
Wenn du zusätzlich per Videoanalyse arbeitest (und z. B. mit DeepSwing schneller die richtigen Hebel findest), reduzierst du Chaos im Training – und bekommst schneller echte, spürbare Ergebnisse.