Veröffentlicht: 11.01.2026 • Lesezeit ~21 Min
Der perfekte Golfschwung: so wird dein Schwung stabil und wiederholbar
Den perfekten Golfschwung gibt es nicht, nur einen wiederholbaren. Was stabil in jeder Phase in Zahlen heißt, wie der Ballflug entsteht, plus 14-Tage-Plan.
Aktualisiert im Oktober 2026 für DeepSwing 3.3 auf dem iPhone und 1.4 auf Android.
Den perfekten Golfschwung gibt es nicht, jedenfalls nicht als ein Bild, das du kopieren kannst. Jim Furyk gewann die U.S. Open 2003 mit einer Schleife am Top, die du in keinem Lehrbuch findest. Lee Trevino stellte sich weit nach links ausgerichtet auf, spielte fast alles als Fade und gewann sechs Majors.
Was diese Schwünge gemeinsam haben, ist Wiederholbarkeit. Das Titleist Performance Institute sagt dasselbe in seinem Beitrag dazu, wie man einen Golfschwung richtig bewertet: Großartige Spieler sehen unterschiedlich aus, aber ihr Körper bewegt sich in derselben effizienten Reihenfolge. Der Schläger kommt auf dieselbe Weise zum Ball zurück, mit derselben Stellung der Schlagfläche, am ersten Abschlag genauso wie auf dem Fairway der 18. Das senkt den Score. Und anders als eine schöne Position am Top lässt es sich messen.
Dieser Guide übersetzt „perfekt“ deshalb mit „wiederholbar“. Du bekommst die Ansprechposition, die das meiste schon entscheidet, was stabil in jeder Phase heißt (mit den Standardbereichen, an denen DeepSwing deinen Schwung misst), wie Schlagfläche und Schwungbahn bestimmen, wohin der Ball fliegt, und einen 14-Tage-Plan, der mit demselben Test beginnt und endet.
Woran du einen wiederholbaren Schwung auf der Range erkennst
Vergiss die Positionen für einen Moment. Ein wiederholbarer Schwung zeigt sich an vier Dingen, die du ganz ohne Technik siehst:
- Du triffst zuerst den Ball und dann den Boden, meistens nahe der Mitte der Schlagfläche.
- Deine Schläge starten ungefähr in dieselbe Richtung.
- Sie kurven in dieselbe Richtung. Ein Fade von 9 Metern bei jedem Schlag lässt sich spielen. Ein Fade, dann ein Hook, dann ein gerader Pull nicht.
- Du kannst dein Finish halten, im Gleichgewicht auf dem vorderen Fuß, bis der Ball landet.
Mach daraus einen Ausgangswert, bevor du irgendetwas änderst. Zehn Bälle, ein 7er-Eisen, ein Ziel, volle Routine bei jedem Schlag. Zähl, wie viele innerhalb eines selbst gewählten Fensters gestartet sind (eine Fahne oder ein Baum auf jeder Seite des Ziels), wie viele in dieselbe Richtung gekurvt sind und wie viele du satt getroffen hast. Impact-Tape oder etwas Fußspray auf der Schlagfläche zeigt dir den Treffpunkt. Schreib die drei Zahlen auf; an Tag 14 wiederholst du diesen Test.
Ansprechposition: Das meiste ist entschieden, bevor der Schwung beginnt
Wenn ein Schlag danebengeht, suchen die meisten Golfer die Ursache im Abschwung. Oft lag sie schon in der Ansprechposition: ein Griff, der die Schlagfläche offen lässt, eine Haltung, die der Körper nicht halten kann, oder eine Ausrichtung, die den Schwung zu Umwegen zwingt.
Griff
Beim Rechtshänder zeigt ein neutraler Griff zwei bis drei Knöchel der linken Hand, und die V-Formen zwischen Daumen und Zeigefinger zeigen zwischen Kinn und rechte Schulter. Halte den Schläger so fest, dass er sich nicht verdreht, und nicht fester. Golf Monthly zeigt mit Fotos, wie ein neutraler Griff aussieht. Wenn du slicest, prüf das zuerst: Mit einem schwachen Griff (führende Hand zum Ziel gedreht) ist es sehr schwer, die Schlagfläche bis zum Treffmoment zu schließen. Linkshänder spiegeln in diesem Artikel alles.
Haltung
Beug dich aus der Hüfte nach vorn, beug die Knie leicht und lass die Arme hängen. Die Standardbereiche von DeepSwing von hinten sind 20 bis 40 Grad Vorbeuge und 80 bis 100 Grad Armhang. Auf gut Deutsch: Deine Arme hängen fast senkrecht von den Schultern, statt nach dem Ball zu greifen. Frontal gesehen neigt sich dein Oberkörper etwas vom Ziel weg, weil die hintere Hand tiefer am Griff sitzt. Wer sich in der Ansprechposition zum Ziel lehnt oder weit nach hinten hängt, verschiebt den tiefsten Punkt des Schwungs.
Ausrichtung und Ballposition
Ein Alignment-Stick liegt auf dem Boden und zeigt aufs Ziel, ein zweiter parallel dazu entlang deiner Zehen. Füße, Hüfte und Schultern stehen parallel zu dieser Linie, wie die innere Schiene eines Bahngleises. Ändert sich deine Ausrichtung von Ball zu Ball, ändert sich dein Schwung, um das auszugleichen. Fang mit den Wedges in der Mitte des Stands an, mittlere Eisen etwa einen Ball vor der Mitte, den Driver auf Höhe der Innenseite der vorderen Ferse, und passe dann anhand deiner Divots an (eine Übersicht zur Ballposition hilft als Ausgangspunkt). Beim Driver ändern sich noch ein paar Dinge mehr, die unser Artikel zum Driver-Schwung behandelt.
Der Schwung Phase für Phase, mit Zahlen
DeepSwing teilt jeden Schwung in sechs Phasen (Ansprechposition, Rückschwung, Top, Abschwung, Treffmoment, Finish) und führt pro Kameraperspektive etwa 15 Checks durch, jeder mit einem Standardbereich. Diese Bereiche sind keine Naturgesetze des Golfs. Einige hängen vom Schläger ab, und ein Schwung, der knapp außerhalb liegt, kann trotzdem ein guter Schwung sein. Was sie dir geben, ist eine Definition von „stabil“, die du am Video prüfen kannst, statt zu raten. Selbst die Forschung ist weniger exakt, als es klingt: Ein systematischer Review von 92 Studien zur Kinematik des Golfschwungs fand, dass unterschiedliche Messmethoden zu widersprüchlichen Ergebnissen führten. Sei also vorsichtig bei jedem, der dir die eine ideale Zahl verkaufen will.
Manche Bereiche skalieren mit deiner Schulterbreite. Bei etwa 40 cm Schulterbreite sind 0,40 x rund 16 cm und 0,18 x etwa 7 cm.
Phase | Check | Perspektive | Standardbereich in DeepSwing |
Ansprechposition | Vorbeuge aus der Hüfte | Von hinten | 20° bis 40° |
Ansprechposition | Armhang | Von hinten | 80° bis 100° |
Rückschwung | Tempo (Ansprechposition bis Top im Verhältnis zu Top bis Treffmoment) | Beide | 2:1 bis 4:1, typisch etwa 3:1 |
Rückschwung | Sway der Hüfte vom Ziel weg | Frontal | Höchstens 0,40 x Schulterbreite |
Rückschwung | Kopfbewegung | Frontal / von hinten | Höchstens 14 % / 20 % |
Top | Hüftrotation | Beide | Eisen 25° bis 45°, Driver 35° bis 55° |
Top | Veränderung des Wirbelsäulenwinkels seit der Ansprechposition | Von hinten | Höchstens 15° |
Top | Winkel des Führungsarms | Frontal | 135° bis 185° |
Top | Führungsarm im Vergleich zur Schwungebene | Von hinten | Höchstens 5° Abweichung |
Top | Fliegender hinterer Ellbogen | Von hinten | Höchstens 65°, weniger ist besser |
Abschwung | Early Extension (Hüfttiefe, die bis P6 verloren geht) | Von hinten | Höchstens 0,18 x Schulterbreite |
Abschwung | Haltungsverlust (Ansprechposition bis P6) | Von hinten | Höchstens 4° |
Treffmoment | Hüfte zum Ziel bewegt | Frontal | Mindestens 0,06 x Schulterbreite |
Treffmoment | Schaftneigung, Eisen | Frontal | Etwa 4° bis 13° nach vorn (Driver: etwa neutral) |
Treffmoment | Ellbogen des Führungsarms (Chicken Wing) | Frontal | 150° bis 190° |
Rückschwung: drehen, nicht schieben
Der Rückschwung bringt den Schläger ans Top, mit aufgedrehtem und zentriertem Körper. Etwas Hüftbewegung vom Ziel weg ist normal, und DeepSwing nennt es erst ab 0,40 x Schulterbreite einen Sway. Schiebt sich die Hüfte dagegen über den hinteren Fuß hinaus, muss der Abschwung erst zurückschieben, bevor er drehen kann, und dieses Timing ist bei jedem Schwung anders. Ein Kopf, der absinkt oder hochgeht, verändert deinen Abstand zum Ball, und das spürst du später als fette und dünne Treffer.
Beim Tempo landen gute Schwünge nahe 3:1, egal ob sie schnell oder langsam sind. Das zeigten John Novosels Tour-Tempo-Messungen an Tourspielern. Unter 2:1 ist der Rückschwung gehetzt. Zähl einen Korb Bälle lang „eins, zwei, drei“ bis zum Top und triff auf „vier“.
Als Drill steckst du einen Alignment-Stick direkt außerhalb deiner hinteren Hüfte in den Boden und machst langsame Rückschwünge, ohne ihn anzustoßen. Dann schlägst du halbe Schläge mit geschlossenen Füßen. Swayst du, verlierst du das Gleichgewicht, und genau dieses Feedback willst du.
Top: Breite und Struktur, nicht Länge
Lange Rückschwünge sehen auf Fotos kraftvoll aus. Für die meisten Amateure bringt ein etwas kürzerer mit voller Schulterdrehung bessere Treffer als ein langer, der durch Anheben der Arme oder Aufrichten entsteht. Das Aufrichten erwischt der Check zum Wirbelsäulenwinkel. Der Führungsarm muss nur so gestreckt sein, dass die Breite des Schwungs erhalten bleibt (180 Grad sind kerzengerade). Ein hinterer Ellbogen, der vom Körper wegfliegt, muss auf dem Weg nach unten umgeleitet werden, und genau dort beginnt oft eine Over-the-Top-Bewegung.
Übergang: Hier entstehen die meisten Slices
Feuern Schultern und Arme vom Top aus zuerst, wird der Schläger nach außen geworfen und kommt von außen nach innen über den Ball. Das ist die Over-the-Top-Bewegung hinter den meisten Pull-Slices. DeepSwing liest sie aus deinen Handbahnen und aus der Schlägerkopfbahn, die es im Video erkennt. Im Swing-Trail ist der Rückschwung blau und der Abschwung gelb, und in einem Clip von hinten kommt bei einem Over-the-Top-Schwung die gelbe Linie außerhalb der blauen herunter statt knapp darunter.
Der beste Drill für den Übergang, den wir kennen, ist immer noch der Step-Drill. Füße zusammen, Schwung bis zum Top, dann mit dem vorderen Fuß einen Schritt zum Ziel machen und den Abschwung aus diesem Schritt heraus beginnen lassen. Der Unterkörper muss zuerst gehen, und dabei über die Ebene zu kommen, ist sehr schwer. Diese Reihenfolge (Becken, dann Oberkörper, dann Arme, dann Schläger) nennt TPI die kinematische Sequenz. Golf Monthly hat einen weiteren einfachen Drill für den Übergang, falls der Step-Drill bei dir nicht zündet.
Abschwung: Halte die Haltung, bis der Ball weg ist
Bei vielen Amateuren gehen hier zwei Dinge schief: Die Hüfte schiebt sich zum Ball (Early Extension), und die Brust richtet sich auf. Beides nimmt den Armen den Platz, den sie brauchen, und es folgen dünne Treffer, fette Treffer oder Treffer an der Ferse. Der TPI-Artikel zur Early Extension erklärt, warum sie so verbreitet ist und welche Einschränkungen der Beweglichkeit sie oft verursachen. DeepSwing misst beides bei P6, dem Punkt, an dem der Schaft im Abschwung parallel zum Boden steht. Der Standardwert erlaubt nur 4 Grad Haltungsänderung. Deine Brust bleibt also durch den Treffmoment über dem Ball und hebt sich erst im Durchschwung.
DeepSwing prüft außerdem das Casting, also das frühe Auflösen des Handgelenkwinkels, anhand der Schlägerkopfbahn. Casting zeigt sich meist als hoher, kraftloser Ballflug und als Treffer, der dünn ist oder hinter dem Ball landet. Gegen Early Extension stellst du dich so hin, dass dein Gesäß in der Ansprechposition gerade einen Stuhl oder eine Wand berührt, und machst langsame Schwünge, bei denen der Kontakt durch den Treffmoment erhalten bleibt. Gegen Casting probier den Pump-Drill: Schwung bis zum Top, zwei- oder dreimal bis zur Hälfte nach unten pumpen und dabei den Handgelenkwinkel halten, dann durchschwingen und den Ball treffen.
Treffmoment: Hände vorn, Druck nach vorn
Der Treffmoment dauert weniger als eine tausendstel Sekunde. Steuern kannst du ihn nicht, nur gut ankommen. Mit dem Eisen heißt das: Deine Hüfte hat sich zum Ziel bewegt (das Minimum von DeepSwing liegt bei den meisten Erwachsenen bei nur etwa 2,5 cm, aber es muss nach vorn gehen, nicht nach hinten), der Schaft neigt sich zum Ziel, und der Ellbogen des Führungsarms ist fast gestreckt. Knickt dieser Ellbogen früh ein, ist das der Chicken Wing, und er kommt gern zusammen mit einem kraftlosen Slice oder einem dünnen Treffer.
Stimmt das, wandert der tiefste Punkt vor den Ball, und das Divot beginnt nach dem Ball. Zieh eine Linie auf den Boden (oder kleb Tape auf eine Matte), leg den Ball darauf und schau, wo deine Divots oder Streifspuren beginnen. Ein Handtuch etwa 10 cm hinter dem Ball funktioniert auch: Triffst du das Handtuch, liegt dein tiefster Punkt zu weit hinten.
Finish: der Ehrlichkeitstest
Keiner der Standard-Checks in DeepSwing wird im Finish gemessen, und du brauchst dafür auch keine Zahl. Halte nach jedem Schlag dein Finish drei Sekunden lang, Gewicht auf dem vorderen Fuß, hintere Ferse oben, Gürtelschnalle zum Ziel. Klappt das nicht, war vorher etwas aus dem Gleichgewicht, meistens das Tempo oder ein Sway. Weitere Drills dieser Art, auch Varianten für zu Hause, findest du in unserem Artikel zu Golfschwung-Drills.
Schlagfläche und Schwungbahn: Warum der Ball dort startet und kurvt, wo er es tut
Sobald du den Ballflug verstehst, verrät dir jeder Schlag etwas. Die modernen Ballfluggesetze, die auf Launch-Monitor-Daten beruhen, laufen auf zwei Regeln hinaus.
Die Startrichtung kommt vor allem von der Schlagfläche. Laut TrackMans Erklärung zum Schlagflächenwinkel ist sie der wichtigste Faktor dafür, wo der Ball startet, und der Ball fliegt sehr nah an der Richtung los, in die die Schlagfläche im Treffmoment zeigt.
Die Kurve entsteht aus der Schlagfläche im Verhältnis zur Bahn. Bei einem mittigen Treffer kurvt der Ball dorthin, wohin die Schlagfläche zeigt, und weg von der Richtung, in die sich der Schläger bewegt. TrackMan nennt den Unterschied Face to Path, und seine eigenen Beispiele zeigen, wie wenig es braucht: Steht die Schlagfläche bei einem 6er-Eisen eines PGA-Tour-Spielers über 167 Meter (183 Yards) 2 Grad offen zur Bahn, kurvt der Ball etwa 7 Meter (8 Yards), bei 5 Grad und einem Drive über 251 Meter (275 Yards) etwa 40 Meter (44 Yards).
Wenn du Golf vor einiger Zeit gelernt hast, hast du es vielleicht andersherum gelernt. Das First-Swing-Handout der PGA of America zu den Ballfluggesetzen zeigt noch das ältere Modell, in dem die Bahn die Richtung und die Schlagfläche die Kurve bestimmt. Seine neun Flugkurven (Pull-Hook, Push-Slice und so weiter) sind bis heute das Vokabular aller Golfer. Gib nur der Schlagfläche, nicht der Bahn, die Verantwortung für die Startrichtung.
Was du siehst (Rechtshänder) | Schlagfläche im Treffmoment | Bahn im Vergleich zur Schlagfläche | Zuerst prüfen |
Startet links, kurvt rechts (Pull-Slice) | Zeigt links vom Ziel | Noch weiter links, von außen nach innen | Übergang und Over the Top, dann den Griff |
Startet rechts, kurvt rechts (Push-Slice) | Offen, zeigt nach rechts | Links von der Schlagfläche | Griff, Sway, Hängenbleiben im Treffmoment |
Startet links, kurvt links (Pull-Hook) | Geschlossen, zeigt nach links | Rechts von der Schlagfläche | Griff zu stark, Hände klappen durch den Treffmoment um |
Startet rechts, kurvt links (Push-Draw) | Zeigt rechts vom Ziel | Noch weiter rechts, von innen nach außen | Nichts, solange er das Ziel findet; wird ein Hook daraus, Early Extension und ein Abschwung, der zu weit innen hängt |
Startet links, ohne Kurve (Pull) | Zeigt nach links | Wie die Schlagfläche | Ausrichtung, Ballposition, offene Schultern in der Ansprechposition |
Die Tabelle setzt einen mittigen Treffer voraus. Bei Hölzern erzeugt ein Treffer Richtung Spitze Draw-Spin und einer Richtung Ferse Fade-Spin (der Gear-Effekt), ein „Slice“ mit dem Driver kann also auch ein Fersentreffer aus einem ordentlichen Schwung sein. Prüf den Treffpunkt, bevor du deine Schwungbahn umbaust.
DeepSwing arbeitet mit Video und liefert deshalb keinen Schlagflächenwinkel in Grad, wie es ein Radar tut. Es misst die andere Hälfte, die Schlägerkopfbahn und die Körperbewegungen dahinter, und verknüpft die häufigen Ballflüge (Slice, Hook, Push, Pull, fett, dünn) mit der Bewegung, die sie meist auslöst. Ist der Slice dein Hauptproblem, geht unsere Seite zum Slice beheben mit DeepSwing das Schritt für Schritt durch.
Den Schwung so filmen, dass die Zahlen etwas bedeuten
Video hilft nur, wenn jeder Clip gleich gefilmt ist. Stell das Handy 2 bis 3 Meter entfernt auf etwa Hüfthöhe, hochkant und gerade, auf ein Stativ oder mit einer Klemme an einen Alignment-Stick. Nimm 0,5x bis 1x Zoom, damit dein Körper und der ganze Schläger am Top im Bild bleiben, filme nicht gegen die Sonne und lass das Stativ die ganze Session über an seinem Platz.
Frontal (Kamera gegenüber deiner Brust) ist die Perspektive für Sway, Kopfbewegung, Gewichtsverlagerung und Treffmoment. Von hinten (hinter dir, Blick entlang der Ziellinie ungefähr durch deine Hände) ist die Perspektive für Haltung, Ebene, Rotation und Early Extension. DeepSwing erkennt die Perspektive selbst, oder du legst sie fest. Unsere Seiten zur frontalen Analyse und zur Schwunganalyse von hinten gehen tiefer.
Behalte deine Schlägerkopfgeschwindigkeit im Auge, während du an der Stabilität arbeitest. Ein aufgeräumter Schwung, der ein paar km/h verloren hat, ist wahrscheinlich einfach nur langsamer geworden. DeepSwing misst Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit im Treffmoment aus einem frontalen Video mit mindestens 100 Bildern pro Sekunde, ohne Radar oder Sensoren. Auf dem iPhone filmt jeder Aufnahmemodus mit 120 oder 240 fps. Auf Android nutzt du Aufnehmen mit der Rückkamera und die freihändige Speed-Taste; die anderen Android-Modi filmen mit 60 fps und zeigen keinen Speed.
Wo DeepSwing ins Spiel kommt
So würden wir DeepSwing für den Plan unten einsetzen.
Auf der Range nimmst du „Mehrere Schwünge“: Perspektive und Schläger einmal wählen und weiterschlagen, und jeder Schwung wird einzeln im Hintergrund gespeichert und analysiert. Jeder Schwung bekommt einen Swing Score von 0 bis 100 (rot unter 60, gelb 60 bis 79, grün ab 80) mit einer Aufschlüsselung, welche Checks Punkte gekostet haben. Die Karte „Wichtigste Korrektur“ im Tab „Home“ wählt eine Sache aus, an der du arbeitest, und „Diesen Fehler trainieren“ öffnet die passenden Drills mit Video und Schritt-für-Schritt-Anleitung. Der Vergleich nebeneinander (Pro) stellt Tag 1 neben Tag 14.
Der echte Test für einen wiederholbaren Schwung ist der Platz, und genau dafür gibt es den neuen Rundenmodus (iOS 3.3 und Android 1.4, Pro). Starte eine Runde über 9 oder 18 Loch, sag der App, wie viele Probeschwünge sie überspringen soll, und der Schwung danach wird gespeichert, analysiert und dem Loch zugeordnet. Du bekommst einen Swing Score pro Loch und pro Runde, getrennt von deiner Trainingsstatistik. Liegen deine Range-Schwünge im Grünen und deine Runde im Gelben, hält dein Schwung auf dem Platz noch nicht (Hanglagen spielen auch eine Rolle). Bewertet wird dein Schwung, nicht deine Schlagzahl: keine Entfernungen, keine Scorekarte, kein Handicap.
Eine App ersetzt keinen guten Golflehrer, aber du kommst damit mit Video und Zahlen zur nächsten Stunde statt mit „es hat sich komisch angefühlt“. Auf dem iPhone kann dein Trainer eine Session im Echtzeit-Coach sogar auf einem zweiten iPhone oder iPad verfolgen, Overlays inklusive.
Die Analyse läuft auf deinem Handy, und deine Schwungvideos werden dafür nicht hochgeladen. DeepSwing läuft auf iPhone und iPad (ab iOS 17) und auf Android-Handys. Aufnahme, Import, der interaktive Guide und die Drill-Bibliothek sind kostenlos; die vollständigen Ergebnisse jeder Analyse erfordern Pro. Die Referenzpreise in der Eurozone liegen im Oktober 2026 bei etwa 59,99 EUR im Jahr (mit 7 Tagen Gratis-Test für neue Abonnenten), 9,99 EUR im Monat oder 149,99 EUR als Einmalkauf, und sie unterscheiden sich je nach Land und Store. Du bekommst DeepSwing im App Store oder bei Google Play; die Seite zur Golfschwung-Analyse-App listet alle Funktionen auf.
Ein 14-Tage-Plan, 20 bis 30 Minuten am Tag
Wenn du DeepSwing noch nicht hast, installiere es vor Tag 1 aus dem App Store oder von Google Play und starte den 7-tägigen Gratis-Test am Range-Tag, damit die Clips für den Ausgangswert schon mit Score und wichtigster Korrektur kommen.
Vierzehn Range-Besuche am Stück sind für die meisten Leute unrealistisch, deshalb funktioniert etwa die Hälfte des Plans zu Hause mit Spiegel und Handy. Eine Regel gilt für alles: ein Schwerpunkt pro Einheit. Arbeitest du im selben Ballkorb an Griff, Tempo und Haltung, weißt du hinterher nicht, was geholfen hat.
Tag 1: Ausgangswert
Zehn lockere Wedges zum Aufwärmen, dann der Test mit zehn Bällen und dem 7er-Eisen, Zahlen aufschreiben. Zum Schluss fünf Schwünge frontal und fünf von hinten. Notier dir deinen durchschnittlichen Swing Score und den Check, der am weitesten außerhalb seines Bereichs liegt.
Tag 2 bis 4: Ansprechposition und Ausrichtung
Zu Hause 10 Minuten Griff, Haltung und Ballposition vor dem Spiegel, dazu ein Clip deiner Ansprechposition von hinten, um Vorbeuge und Armhang zu prüfen. An einem dieser Tage legst du auf der Range Alignment-Sticks hin und schlägst 20 mittlere Eisen, bei denen du nur die Startrichtung beurteilst.
Tag 5 bis 7: Rückschwung und Tempo
Stick außerhalb der hinteren Hüfte, 20 langsame Rückschwünge mit einer Sekunde Pause am Top, dann halbe Schwünge mit geschlossenen Füßen. Am Range-Tag schlägst du 20 Bälle im Takt „eins, zwei, drei, vier“ und filmst fünf frontal, um Sway und Kopfbewegung zu prüfen.
Tag 8: Videocheck
Filme wieder fünf Schwünge frontal und fünf von hinten: gleiche Stelle, gleicher Schläger, gleicher Abstand. Vergleich einen Schwung nebeneinander mit Tag 1 und such dir den Check, der immer noch am weitesten außerhalb seines Bereichs liegt. Das ist dein Schwerpunkt für die nächsten fünf Tage, auch wenn dich etwas anderes mehr stört.
Tag 9 bis 11: Übergang und Abschwung
- Step-Drill, 15 Bälle mit 50 bis 70 Prozent Tempo.
- Ist dein markierter Check Early Extension oder Haltungsverlust, kommt zu Hause der Stuhl- oder Wand-Drill dazu. Ist es Casting, der Pump-Drill.
- Volles Tempo nur bei den letzten fünf Bällen einer Einheit.
Tag 12 und 13: Treffmoment und tiefster Punkt
Linien- oder Handtuch-Drill mit einem Wedge und einem 7er-Eisen, Schwünge von Hüfthöhe zu Hüfthöhe. Schaff 8 von 10 Streifspuren auf der Zielseite der Linie, bevor du den Schwung verlängerst.
Tag 14: Wiederholungstest
Gleiches Aufwärmen, gleicher Test mit zehn Bällen, gleiche Aufnahmen, dann der Vergleich mit Tag 1. Zum Schluss 20 Bälle Zufallstraining, bei jedem Ball ein anderer Schläger und ein anderes Ziel, jedes Mal die volle Routine. Das ist viel näher am Platz als fünfzig 7er-Eisen auf eine Fahne, und die Zusammenfassung der Forschung bei GOLF.com dazu, wie Range-Training wirklich hängen bleibt, erklärt, warum.
Haben sich die Zahlen verbessert, bleib zwei weitere Wochen bei diesem Schwerpunkt, bevor du den nächsten dazunimmst. Wenn nicht, hast du vielleicht den falschen Schwerpunkt gewählt, oder es braucht das Auge eines Trainers. So oder so hast du jetzt Video, das du zeigen kannst. Spiel danach neun Loch mit aufgezeichneter Runde und schau, wie viel davon mit auf den Platz gekommen ist.
Bereit? Hol dir DeepSwing fürs iPhone oder für Android, stell das Handy frontal auf Hüfthöhe auf und filme noch heute deinen Ausgangswert für Tag 1.
FAQ
Gibt es den perfekten Golfschwung überhaupt?
Keinen, der für alle passt. Körpergröße, Beweglichkeit und Kraft verändern, was funktioniert, und die Schwünge auf der Tour sehen sehr unterschiedlich aus. Gute Schwünge teilen einen mittigen Treffer, mit den Eisen einen tiefsten Punkt vor dem Ball, eine vorhersehbare Startrichtung und Kurve und ein ausbalanciertes Finish.
Was ist der wichtigste Teil des Golfschwungs?
Wenn wir einen Moment wählen müssten, den Treffmoment, weil er der einzige ist, von dem der Ball etwas mitbekommt. Direkt steuern kannst du ihn allerdings nicht. Für die meisten Golfer führt der schnellste Weg zu einem besseren Treffmoment über die Ansprechposition: Griff, Haltung, Ausrichtung und Ballposition.
Warum slice ich den Ball?
Der Ball kurvt (beim Rechtshänder) nach rechts, weil die Schlagfläche im Treffmoment offen zur Bahn steht. Bei den meisten Amateuren ist das eine Bahn von außen nach innen aus einem Over-the-Top-Übergang plus eine offen gebliebene Schlagfläche, oft wegen eines schwachen Griffs. Prüf zuerst Griff und Ausrichtung und arbeite dann mit dem Step-Drill am Übergang. Beim Driver schließ auch Fersentreffer aus.
Kann eine Handy-App meinen Golfschwung wirklich analysieren?
Für alles, was eine Kamera sehen kann, ja: Körperpositionen, Tempo und die Schlägerkopfbahn. DeepSwing erkennt sechs Phasen, führt über die beiden Kameraperspektiven mehr als 20 Checks durch und misst Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit aus schnellem frontalem Video. Für den Schlagflächenwinkel in Grad und Spinraten brauchst du einen Launch Monitor.