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Veröffentlicht: 12.12.2025 • Lesezeit ~8 Min

Golf Schwung Drills: Übungen für einen wiederholbaren Golfschwung

Ein konstanter, effizienter Golfschwung entsteht nicht zufällig – er basiert auf regelmäßigem Training und der richtigen Technik. Golf‑Drills (Übungen) helfen, Bewegungsabläufe zu automatisieren, Fehler zu erkennen und gezielt zu korrigieren. Dieser Artikel stellt bewährte Schwung‑Drills vor, die von renommierten Golfcoaches stammen und unterschiedliche Ziele verfolgen: Konsistenz, Schwungbahn, Ballkontakt, Putten und Driving. Durch systematisches Üben können Hobby‑ und Clubgolfer ihre Körperwahrnehmung verbessern, Muskelerinnerungen aufbauen und ihr Handicap senken.

1. Schwung‑Konsistenz: Der vierstufige Basis‑Drill

Adam Bazalgette von Scratch Golf Academy empfiehlt einen einfachen, aber effektiven Drill zur Verbesserung der Wiederholbarkeit des Golfschwungs. Dieser Drill trainiert die Körperpositionen vom Setup bis zum Finish:

  1. Setup: Schulterbreiter Stand, Gewicht gleichmäßig verteilt; entspannter Griff; Zielausrichtung mit einem Zwischenziel prüfen.
  2. Kontrollierter Rückschwung: Schultern drehen sich vollständig, während die Hüften stabil bleiben; der Schläger bleibt auf der richtigen Ebene (nicht zu flach oder zu steil).
  3. Übergang: Am oberen Ende kurz pausieren, um das Schlägergewicht zu spüren; der Abschwung beginnt mit der Hüftrotation, erst dann folgen Hände und Arme – dies fördert einen kraftvollen, reproduzierbaren Schlag.
  4. Impact & Follow‑Through: Den Ball mit einer quadratischen Schlagfläche treffen; Kopf ruhig halten und vollständig durchrotieren; das Gewicht verlagert sich am Ende auf den vorderen Fuß.


Häufige Fehler: Zu fester Griff (verhindert fließende Bewegung), übertriebener Krafteinsatz (zerstört den Rhythmus) und falsche Ausrichtung. Bazalgette betont, dass tägliche Übungseinheiten von 10–15 Minuten, kombiniert mit Feedback durch Ausrichtungshilfen, Spiegel oder Video, effektiver sind als stundenlanges und unstrukturiertes Ball‑Schlagen.

Zusätzliche Übungen, um die Konsistenz zu stärken:

  • Handtuch‑Drill: Ein Handtuch unter den vorderen Arm klemmen; während des Schwungs darf das Tuch nicht herausfallen – so bleiben Arme und Körper verbunden.
  • Slow‑Motion‑Drill: Den vollen Schwung übertrieben langsam ausführen und die Positionen spüren; dies schult das „Gefühl“ für die Ebenen und Übergänge.
  • Impact‑Fix‑Drill: Beim Ballkontakt kurz anhalten und kontrollieren, ob Schlagfläche, Gewichtsverlagerung und Handposition stimmen.


2. Top‑Drills für das kurze Spiel und die Distanzkontrolle

Der kanadische Coach Bryn Parry hat zum Start der Saison 2025 fünf Drills zusammengetragen, die sich an Amateure und fortgeschrittene Golfer richten. Jeder Drill zielt auf einen konkreten Aspekt des Spiels und enthält Anleitungen zur Erfolgskontrolle.

Drill Ziel & Ausführung Wirkung


Gate‑Drill (Putten): Zwei Ausrichtungsstäbe oder Tees werden etwas breiter als der Putterkopf in den Boden gesteckt. Der Ball liegt kurz dahinter. Beim Putten muss der Schläger durch das „Tor“ gleiten, ohne die Stäbe zu berühren. Fördert einen geraden Putt‑Pfad, zentrierten Treffpunkt und stärkt das Selbstvertrauen auf kurzen Putts.


Line‑Drill (Schwungbahn): Eine Kreidelinie oder ein Ausrichtungsstab wird in Richtung Ziel gelegt. Der Ball liegt leicht vor der Mitte. Beim Schwung soll der Schlägerkopf entlang der Linie zurück- und nach vorne führen, um Über‑den‑Top‑ oder Inside‑Out‑Fehler zu erkennen. Hilft, einen neutralen Schwungpfad zu erarbeiten, reduziert Slices/Hooks und verbessert die Ballkontaktqualität.


Ladder‑Drill (Distanzkontrolle)Es werden mehrere Ziele in verschiedenen Distanzen (z. B. 20, 40, 60 Meter) definiert. Pro Ziel werden drei Bälle geschlagen, wobei Schwunglänge und Tempo entsprechend angepasst werden. Entwickelt Gefühl für Teil‑Schläge, verbessert die Kontrolle mit Wedges und baut Vertrauen in unterschiedliche Schlaglängen auf.


Clock‑Drill (Kurzes Spiel)Mehrere Bälle werden kreisförmig um ein Loch gelegt (wie die Ziffern auf einer Uhr). Aus verschiedenen Winkeln wird mit demselben Wedge gechippt; Ziel ist, jeden Ball in Schlaglängen innerhalb einer Schlägerlänge zum Loch zu platzieren. Trainiert Anpassungsfähigkeit bei verschiedenen Lagen und Hangneigungen und stärkt Präzision beim Chippen.


Fairway‑Finder‑Drill (Driving)Auf der Range wird mithilfe von Bäumen, Pfosten oder Hütchen ein „Fairway“ von ca. 60 Yard Breite markiert. Zehn Abschläge mit dem Driver sollen in diesem Bereich landen; anschließend wird die Breite auf 40 Yard verringert. Erhöht die Abschlag‑Präzision, ermutigt zu kontrolliertem Tempo und reduziert Strafschläge durch Streuung.

Parry rät, die Ergebnisse (Trefferquote, Nähe zum Ziel) festzuhalten und Videos an den Coach zu schicken, um Schwungpfad und Körperhaltung auszuwerten.


3. Schwungbahn korrigieren: Drills gegen Slices und Hooks

Ein falscher Schwungpfad ist eine der häufigsten Ursachen für Slices, Hooks und Energieverluste. Die „HackMotion“‑Trainerin Britt Olizarowicz beschreibt sechs Übungen, um den Schläger auf der richtigen Ebene zu halten und die Handgelenkswinkel zu kontrollieren.


3.1 Two‑Headcover‑Drill

Zwei Schlägerhauben werden auf dem Boden platziert: eine leicht außerhalb hinter dem Ball, die andere leicht innerhalb näher am Körper. Der Spieler schwingt zurück und soll im Abschwung die Schlägerhauben nicht berühren; trifft er die äußere Haube, kommt der Schläger zu sehr von außen (Slice); trifft er die innere Haube, schwingt er zu stark von innen (Hook). Das Ziel: neutraler Pfad und stabile Handgelenkswinkel.


3.2 Clockface‑Entry‑Drill

Stellen Sie sich den Ball im Zentrum einer Uhr vor (12 Uhr zeigt zum Ziel). Wer slicet, trifft den Ball meist aus Richtung „5 Uhr“ (zu steil, von außen); wer hookt, kommt von „7 Uhr“ (zu weit von innen). Beim Clockface‑Drill visualisiert man den idealen Eintrittswinkel und übt, den Schläger aus der richtigen „Uhrzeit“ zum Ball zu bringen.


3.3 Back‑to‑the‑Target‑Drill

Am höchsten Punkt des Rückschwungs kurz innehalten; der Rücken bleibt beim ersten Teil des Abschwungs zum Ziel gerichtet. Erst wenn die Hüften initiieren, beginnt das Schlagen, die hintere (rechte) Arm streckt sich allmählich. Dadurch wird ein von innen kommender, neutraler Pfad gefördert, ohne dass der Spieler „unter den Ball“ gerät.


3.4 Hip‑Turn‑Drill (No Sway)

Ein Hindernis (z. B. Golfbag, Ausrichtungsstab) wird leicht hinter die rechte Hüfte gestellt. Beim Rückschwung müssen die Hüften hinter den Körper drehen, ohne das Hindernis zu berühren – so wird seitliches „Swayen“ verhindert. Das Ergebnis ist bessere Balance und ein konstanterer Pfad.


3.5 Tees‑Under‑Arms‑Drill

Je ein Tee (oder ein kleiner Gegenstand) wird unter jede Achsel geklemmt. Beim Rückschwung dürfen die Tees nicht herausfallen; dadurch bleiben Arme und Körper verbunden. Beim Abschwung sollen die Arme locker herabfallen und mit dem Körper rotieren, anstatt getrennt zu „hacken“.


3.6 Casting‑Drill

Viele Amateurspieler setzen die Handgelenkwinkel zu früh frei („Casting“), was den Pfad verschlechtert und Länge kostet. Im Casting‑Drill beginnt der Abschwung mit Gewichtsverlagerung und Hüftrotation, während das rechte Handgelenk gebeugt bleibt; erst spät streckt sich der Arm. Dieser Drill trainiert Lag und Sequenzierung und kann mit Sensoren oder Apps wie HackMotion überwacht werden.


4. Ballkontakt und Schlagqualität verbessern

Viele Fehlschläge entstehen durch falsche Schlagfläche oder einen schlechten „Low Point“. Adam Bazalgette stellt hierfür mehrere Drills vor:

  • Half‑Swing‑Impact‑Drill: Mit einem mittleren Eisen wird nur bis zur Hälfte ausgeschwungen und beim Impact kurz pausiert; dabei darauf achten, dass die Hände leicht vor dem Schlägerkopf stehen. Dies fördert einen kontrollierten Treffmoment.
  • Tee‑Drill für den Tiefpunkt: Ein Tee wird 2 cm vor den Ball in den Boden gesteckt. Beim Schlag soll der Ball getroffen werden, bevor das Tee berührt wird. So lernt man, den tiefsten Punkt des Schwungs vor den Ball zu verlagern und fette Schläge zu vermeiden.
  • One‑Arm‑Drill: Mit dem führenden Arm allein schwingen (bei Rechtshändern linke Hand), um Körperrotation und Arm‑Körper‑Synchronisation zu trainieren.
  • Slow‑Motion‑Swings: Den gesamten Schwung in Zeitlupe ausführen und auf die Positionen achten. Dadurch lässt sich die Bewegungsabfolge ohne Tempo­druck festigen.

Bazalgette warnt davor, den Übergang zu hastig einzuleiten oder den Ball „zu löffeln“; der Schläger sollte in den Boden schlagen, nicht darunter hindurch.


5. Drills gegen den „Over‑the‑Top“‑Fehler

Der PGA‑Pro Brendon Elliott erklärt bei MyGolfSpy, dass viele Golfer beim Driver über den „Top“ kommen – sie schlagen von außen nach innen und verlieren dadurch Distanz. Er empfiehlt insbesondere zwei Drills:

  • Skip‑a‑Stone‑Drill: Stellen Sie sich vor, Sie werfen einen flachen Stein seitlich über einen See. Diese seitliche Bewegung entspricht dem gewünschten Inside‑Out‑Pfad beim Driver. Beim Golfball sollte die Schlagfläche den Ball am hinteren, inneren Quadranten treffen.
  • Pump‑Drill: Der Spieler nimmt den Schläger zurück, stoppt am höchsten Punkt, und führt dann bewusst einen sequenzierten Abschwung aus. Das Zählen („eins“ für Rückschwung, „zwei“ für Impact) hilft, Tempo und Timing zu kontrollieren.

Elliott rät zudem, das Tempo zu reduzieren, zu Beginn mit kürzeren Schlägern zu üben und ein Handtuch unter den rechten Arm zu klemmen, um das Über‑den‑Top‑Werfen zu verhindern.


6. Praktische Tipps für das Üben

  • Kürzere, häufige Einheiten: 15 Minuten fokussiertes Üben pro Tag sind effizienter als seltene Marathon‑Sessions.
  • Variieren Sie das Umfeld: Wechseln Sie zwischen Driving‑Range, Übungsgrün und heimischen Slow‑Motion‑Schwüngen.
  • Feedback einholen: Ausrichtungsstäbe, Spiegel oder Videoaufnahmen helfen, den Schwungpfad und die Körperposition zu überprüfen. Apps wie DeepSwing oder HackMotion können Handgelenkswinkel und Schwungebene in Echtzeit analysieren – ideal, um Drills gezielt anzupassen.
  • Dokumentieren: Führen Sie ein Notizbuch über Treffergüte, Wiederholungen und Verbesserungen. Teilen Sie Video‑Clips mit Ihrem Coach.
  • Geduld & Variation: Konzentrieren Sie sich jeweils auf eine oder zwei Übungen und wechseln Sie regelmäßig zwischen Drills und vollen Schwüngen, damit das Gelernte in den normalen Schlag übergeht.


Fazit

Golf‑Drills sind ein wirkungsvolles Werkzeug, um den eigenen Schwung zu verbessern. Ob Sie Ihre Schwungbahn korrigieren, den Ballkontakt verfeinern oder Ihre Putt‑Trefferquote erhöhen wollen – die oben beschriebenen Übungen bieten klare Anleitungen. Entscheidend ist, sich auf Qualität statt Quantität zu konzentrieren: korrekte Abläufe einstudieren, regelmäßig üben und Feedback nutzen. In Kombination mit digitalen Analyse‑Tools kann jede Golferin und jeder Golfer den eigenen Schwung optimieren, selbstbewusster spielen und so das Handicap nachhaltig senken.


Resourcen: scratchgolfacademy.com, brynparrygolf.com, mygolfspy.com

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05.02.2026

Kommentare

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