Veröffentlicht: 04.03.2026 • Lesezeit ~12 Min
GolfFix vs DeepSwing: detaillierter Vergleich der KI-Golfschwung-Apps
GolfFix oder DeepSwing? Beide analysieren deinen Schwung per KI auf iPhone und Android. So unterscheiden sie sich 2026 bei Fehlern, Speed, Runden, Preis.
Aktualisiert im Oktober 2026 für DeepSwing 3.3 auf dem iPhone und 1.4 auf Android.
GolfFix und DeepSwing sind beides KI-Apps für die Schwunganalyse, beide laufen auf iPhone und Android, und beide versprechen, dir zu sagen, was in deinem Schwung nicht stimmt. Wer mit jeder eine Woche trainiert, merkt aber schnell, wie verschieden sie sind. GolfFix setzt auf einen langen Katalog benannter Schwungfehler mit je einer Lektion. DeepSwing setzt aufs Messen: Es zeigt dir zu jedem Check den gemessenen Wert, ermittelt Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit aus dem Video, nimmt ganze Range-Sessions freihändig auf und begleitet dich inzwischen auch auf den Platz.
Hier kommt der Vergleich Punkt für Punkt. Die Angaben zu GolfFix stammen aus dem App-Store-Eintrag, von der Website und aus den Versionshinweisen, Stand 4. Oktober 2026.
Kurz gesagt: Nimm GolfFix, wenn du die längste Liste benannter Fehler willst und eine Gratisversion, mit der man leben kann. Nimm DeepSwing, wenn du harte Zahlen, Speed, freihändiges Training und gesprochenes Feedback zwischen zwei Bällen suchst. DeepSwing kannst du im App Store oder bei Google Play mit der 7-tägigen Gratis-Testphase des Jahresabos ausprobieren.
Auf einen Blick
GolfFix | DeepSwing | |
Plattformen | iPhone, iPad, Android | iPhone, iPad, Apple Watch, Android |
Gratisversion | Analyse mit dem „Assistant Coach“, mit Werbung | Aufnahme, Import und Analyse; vollständige Ergebnisse mit Pro |
Bezahlplan (Okt. 2026) | 14,99 USD im Monat, 99,99 USD im Jahr (17,99 / 99,99 EUR) | 9,99 EUR im Monat, 59,99 EUR im Jahr mit 7 Tagen Testphase, 149,99 EUR als Einmalkauf |
Freihändige Aufnahme | Automatische Erkennung von der Ansprechposition bis zum Finish, Bericht über mehrere Schwünge | „1 Schwung“ und „Mehrere Schwünge“ mit automatischem Zuschnitt und Analyse im Hintergrund |
Analyse | Über 45 benannte Fehlerbilder, Schwung in 8 Schritten | 6 Phasen, 20+ Checks mit Standardbereichen, Aufschlüsselung des Swing Score |
Schlägerbahn | Schläger- und Handgelenkbahn in Farben | Schwungebene, Over the Top, Schaftneigung und Casting aus der Schlägerkopfbahn |
Feedback zwischen den Bällen | Focus Drill zeigt nach jedem Schwung Feedback | Echtzeit-Coach sagt Score, wichtigste Korrektur und einen Tipp für den nächsten Schwung an |
Schlägerkopf- und Ballspeed | Nicht vorhanden | Aus einem frontalen Video, ohne Radar |
Auf dem Platz | Nein | Golfrunden mit Swing Score pro Loch |
Wo die Analyse läuft | Keine Angabe; Videos können mit den Servern synchronisiert werden | Auf dem Handy, kein Video-Upload für die Analyse |
So analysieren die beiden Apps einen Schwung
GolfFix
Laut GolfFix erkennt die KI mehr als 45 Schwungfehler, jeweils mit Erklärung, Korrektur und Bildbeispiel. Der Schwung wird in 8 Schritte von der Ansprechposition bis zum Finish zerlegt, und für jeden Schritt zeigt die App Becken- und Schulterrotation, Wirbelsäulenneigung und Körperachse. Seit März 2026 zeichnet sie die Bahn des Schlägers und die der Handgelenke getrennt ein, farbig nach Rückschwung, Übergang und Abschwung. Seit September 2026 kannst du im Bericht eigene Hilfslinien ziehen.
Die Gratisstufe arbeitet mit dem „Assistant Coach“, der kostenpflichtige Advanced Plan mit dem „Head Coach“ und der tieferen Analyse. Jeder Schwung bekommt einen Haltungs-Score, und der Monatsbericht zeigt deinen Durchschnitt sowie deinen besten und deinen schlechtesten Schwung.
DeepSwing
DeepSwing findet die sechs Phasen (Ansprechposition, Rückschwung, Top, Abschwung, Treffmoment, Finish), erkennt, ob du frontal oder von hinten (Down-the-Line) gefilmt hast, und führt mehr als 20 Checks durch, etwa 15 pro Perspektive. Wo GolfFix dir eine lange Liste von Namen gibt, liefert DeepSwing den gemessenen Wert und den Bereich, in dem er liegen sollte. Einige der Standardwerte:
- Tempo von der Ansprechposition bis zum Top im Verhältnis zu Top bis Treffmoment: 2:1 bis 4:1.
- Sway im Rückschwung: höchstens 0,40 Schulterbreiten.
- Hüftdrehung am Top mit dem Eisen: 25 bis 45 Grad (mit dem Driver 35 bis 55).
- Verlust der Hüfttiefe bis zur Delivery-Position im Abschwung (Early Extension, laut TPI eine der häufigsten Schwungeigenschaften): höchstens 0,18 Schulterbreiten.
- Ellbogen des Führungsarms im Treffmoment: 150 bis 190 Grad. So wird ein Chicken Wing zur Zahl.
Schwungebene, Over the Top, Schaftneigung und Casting misst DeepSwing an der erkannten Schlägerkopfbahn, nicht nur am Körper. In den Swing-Trails ist der Rückschwung blau, der Abschwung gelb, der Durchschwung violett und der Ballflug rot. Zum Swing Score gibt es eine Aufschlüsselung, wo Punkte gewonnen und wo sie verloren wurden, und die Analyse verknüpft das Bewegungsmuster mit dem Ballflug, den es meistens erzeugt. (Die Kurve selbst entsteht aus dem Verhältnis von Schlagfläche zu Schwungbahn. DeepSwing zeigt deshalb die Bewegung, die sie typischerweise auslöst, statt einen Schlagflächenwinkel zu raten.) Sitzt eine Phasenmarke auf dem falschen Frame, kannst du sie auf dem iPhone verschieben und die Analyse neu laufen lassen.
Welcher Ansatz besser ist, hängt davon ab, wie du lernst. Manche Golfer mögen einen benannten Fehler und eine Lektion dazu. Andere wollen sehen, dass ihr Wert für die Early Extension nach einer Woche Drills von 0,25 auf 0,15 gesunken ist. Gehörst du zur zweiten Sorte, passt DeepSwing besser zu dir. Auf unserer Seite zum KI-Golfschwung-Analyzer findest du die Checks im Detail.
Aufnahme auf der Range
GolfFix erkennt den Schwung und nimmt ihn von der Ansprechposition bis zum Finish auf. Seit Juni 2026 (siehe Versionsverlauf) hat der Swing Recorder einen Analysemodus und einen Modus für Selbstaufnahmen, und mehrere Schwünge einer Session bekommen einen gemeinsamen Bericht. Eine Bluetooth-Fernbedienung funktioniert in der ganzen App, und Aufnahmehilfen (V-Zone und Steißbeinlinie frontal, Standlinie von hinten) helfen dir, das Bild richtig einzurichten. Videos mit 60 fps führt der Store-Eintrag als Premium-Funktion.
Bei DeepSwing gibt es vier Wege zum Video. Aufnehmen ist der klassische, mit Countdown, Zuschnitt und Schlägerwahl. Importieren übernimmt jedes Video aus deinen Fotos. 1 Schwung schaltet sich scharf, sobald du ruhig am Ball stehst, nimmt auf, stoppt nach dem Finish, schneidet zu und analysiert, ohne dass du einen Knopf drückst. Mehrere Schwünge läuft einen ganzen Ballkorb lang: Jeder Schwung wird zu einem eigenen Eintrag und im Hintergrund analysiert, während du den nächsten Ball hinlegst. Auf dem iPhone filmt jeder Modus mit 120 oder 240 fps, und Sessions lassen sich an der Apple Watch starten und pausieren.
Mit beiden Apps trainierst du, ohne ständig zum Handy zurückzulaufen. Was die Hintergrund-Warteschlange von DeepSwing ausmacht, merkst du nach 40 Bällen: Nichts wartet auf die Analyse, und in der Historie erscheint der ganze Block später als eine Session-Karte mit allen Scores.
Feedback zwischen den Bällen
Der Focus Drill von GolfFix verspricht eine sofortige Analyse und Feedback zu jedem Übungsschwung, angezeigt auf dem Bildschirm zwischen den Schwüngen (seit Version 3.14 kann die Pause nur eine Sekunde kurz sein). Gesprochene Hinweise erwähnt der Store-Eintrag nicht.
Der Echtzeit-Coach (Live Coach) von DeepSwing legt während des Schwungs ein Posen-Overlay über das Bild und spricht danach: den Score, die wichtigste Korrektur mit einer Sache, die du beim nächsten Schwung probieren sollst, und bis zu zwei kurze Tipps. Er spricht in einfachen Worten und meint mit links und rechts deine echten Seiten laut Profil, ein Linkshänder hört also die rechte Seite. Auf dem iPhone kommen Haptik-Signale dazu, und die Session lässt sich für Trainer oder Mitspieler auf ein zweites iPhone oder iPad übertragen. Der Echtzeit-Coach gehört zu DeepSwing Pro.
Schwunggeschwindigkeit
Hier ist der Unterschied am deutlichsten. GolfFix misst weder Schlägerkopf- noch Ballgeschwindigkeit, und in seinen Texten ist weder ein Radar noch die Anbindung eines Launch Monitors erwähnt.
DeepSwing misst Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit im Treffmoment aus einem frontalen Video und führt für jeden Schläger einen Speed-Verlauf. So siehst du, ob dich der neue Griff 5 km/h (3 mph) gekostet hat. Für die Messung braucht es eine hohe Bildrate. Das iPhone nimmt in jedem Modus mit 120 oder 240 fps auf, dort funktioniert es einfach. Auf Android nutzt du Aufnehmen oder die freihändige Speed-Taste mit der Rückkamera; „1 Schwung“, „Mehrere Schwünge“ und der Echtzeit-Coach filmen dort mit 60 fps und zeigen keinen Speed. TrackMan erklärt gut, warum Speed allein noch keine Länge bringt und welche Rolle der Smash-Faktor spielt. Deshalb zeigt DeepSwing die Ballgeschwindigkeit neben der Schlägerkopfgeschwindigkeit. Mehr dazu auf der Seite zur Swing-Speed-App.
Auf dem Platz
GolfFix bleibt auf der Range und im Studio (das Unternehmen verkauft außerdem GolfFix APEX-Systeme für Ranges, und APEX-Aufnahmen tauchen in der App auf). Einen Modus für den Platz gibt es nicht.
Mit DeepSwing 3.3 auf dem iPhone und 1.4 auf Android sind Golfrunden dazugekommen. Du startest eine Runde über 9 oder 18 Loch, findest den Platz per GPS oder tippst den Namen ein und legst fest, wie viele Probeschwünge übersprungen werden. Jeder echte Schlag danach wird gespeichert, im Hintergrund analysiert und dem Loch zugeordnet, mit einem Swing Score pro Loch und für die ganze Runde. Sperrbildschirm (iPhone) oder Benachrichtigung (Android) zeigen Loch und Score, ein Tipp öffnet die Kamera, und zwischen den Schlägen bleibt die Kamera aus. Damit beantwortet DeepSwing eine Frage, an der jede Range-App scheitert: Hält dein Range-Schwung auf dem Platz?
Wenn dich diese Frage auch umtreibt, hol dir DeepSwing fürs iPhone oder für Android, filme eine Range-Session im Modus „Mehrere Schwünge“, spiel danach neun Loch mit laufender Runde und vergleiche beides.
Drills und Training
Hier ist GolfFix stark. Es gibt Lektionen gegen Slice, Hook, Pull, Push, Längenverlust, Skyer, fette Schläge, getoppte Bälle, Shank und Treffer an der Spitze, dazu Modi für Rhythmus und Tempo sowie Tages- und Monatsberichte, getrennt nach Driver und Eisen. Lektionen speziell gegen Shank und Spitzentreffer hat DeepSwing in dieser Form nicht. Obendrauf kommt eine weltweite Community mit eingebauter Übersetzung.
DeepSwing geht von deinen Daten aus. Die Karte „Wichtigste Korrektur“ wählt den einen Check, der dich am meisten kostet, und „Diesen Fehler trainieren“ öffnet die passenden Drills und Fitnessübungen. Zu jedem Check gibt es Drill-Videos mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Der Trainings-Coach erstellt aus drei Fragen zu Ziel, Ausrüstung und Spielstärke einen Wochenplan, und ein Guide mit sieben Kapiteln zeigt Einsteigern, wie man filmt und den Score liest. Die Vorschläge fürs Schläger-Fitting beruhen auf deinen gemessenen Geschwindigkeiten. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Artikel zu Golfschwung-Drills.
Datenschutz
Bei GolfFix können Videos mit den Servern des Anbieters synchronisiert werden, damit Berichte auch dann aufgehen, wenn das Video nicht mehr auf dem Handy liegt, und die Datenschutzhinweise nennen Fotos und Videos unter den erhobenen Daten. Laut den Datenschutzangaben im App Store werden Kennungen und Nutzungsdaten zum Tracking verwendet. Ob die Analyse selbst auf dem Handy oder auf einem Server läuft, steht nirgends.
DeepSwing analysiert auf dem Handy, deine Schwungvideos werden dafür nicht hochgeladen. Ein Video verlässt das Handy nur, wenn du es in der Community postest oder selbst teilst oder exportierst.
Preis
GolfFix hat eine Gratisstufe, die weiterhin Schwünge analysiert, allerdings mit Werbung. Der Advanced Plan kostet im US-App-Store 14,99 USD im Monat oder 99,99 USD im Jahr, in Deutschland 17,99 EUR beziehungsweise 99,99 EUR. Wie lange die Testphase dauert, steht nicht dabei.
Aufnahme, Import und Analyse sind bei DeepSwing kostenlos, seit iPhone 3.3.1 und Android 1.4.1 brauchen die vollständigen Ergebnisse aber Pro. Referenzpreise für die Eurozone im Oktober 2026: 59,99 EUR im Jahr mit 7 Tagen Gratis-Test für neue Abonnenten, 9,99 EUR im Monat oder 149,99 EUR als Einmalkauf. Die Preise unterscheiden sich je nach Land, verbindlich ist der Preis, den der Store anzeigt. Aufs Jahr gerechnet ist DeepSwing günstiger, und eine Lifetime-Option hat GolfFix nicht.
Welche App passt zu dir?
Nimm GolfFix, wenn du einen großen Katalog benannter Fehler mit je einer Lektion willst, gezielt Hilfe gegen Shanks oder Spitzentreffer brauchst oder eine Gratisversion suchst und dich Werbung nicht stört.
Nimm DeepSwing, wenn du die Zahl hinter jedem Fehler sehen willst, Schlägerkopf- und Ballspeed ohne Radar möchtest, in langen Range-Sessions trainierst, ohne das Handy anzufassen, vor dem nächsten Ball gern einen Hinweis hörst oder deinen Schwung in echten Runden prüfen willst. Pro Jahr kostet es außerdem weniger.
Noch unschlüssig? Installiere DeepSwing aus dem App Store oder von Google Play, starte die Testphase und filme mit „1 Schwung“ fünf Schwünge frontal. Aus denselben Clips bekommst du deinen Score, deine wichtigste Korrektur und deine Schlägerkopfgeschwindigkeit. GolfFix findest du im App Store und bei Google Play, wenn du selbst vergleichen willst. Den größeren Überblick gibt unser Artikel über die besten Golfschwung-Analyse-Apps 2026.
FAQ
Ist GolfFix kostenlos?
Teilweise. Der kostenlose „Assistant Coach“ analysiert Schwünge und zeigt Werbung. Die tiefere Analyse des „Head Coach“, die Lektionen gegen Fehlschläge, der Rhythmus- und Tempo-Drill und die werbefreie Nutzung erfordern den Advanced Plan.
Misst GolfFix die Schlägerkopfgeschwindigkeit?
Nein, jedenfalls nicht laut den Texten im App Store, bei Google Play und auf der Website im Oktober 2026. DeepSwing misst Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit aus einem frontalen Video, das mit hoher Bildrate aufgenommen wurde.
Welche App ist auf Android besser?
Beide laufen auf Android. DeepSwing bietet dort „1 Schwung“, „Mehrere Schwünge“, den Echtzeit-Coach, Golfrunden und Speed über Aufnehmen oder die Speed-Taste mit der Rückkamera. Die App für die Apple Watch, die Widgets und das Streaming auf ein zweites Gerät gibt es nur auf dem iPhone. Mehr dazu auf der Seite zum Android-Schwunganalyzer.
Kann ich ein altes Video in DeepSwing analysieren?
Ja. Importiere es aus deiner Mediathek, schneide es zu, wähle den Schläger, und DeepSwing führt dieselbe Analyse durch. Für die Geschwindigkeit muss der Clip frontal und mit mindestens 120 fps gefilmt sein.